(Archiv für die Kategorie "Geekstuff")

Joomla: Schöne URLs ohne mod_rewrite

Seit einiger Zeit bastele ich mit dem Open Source CMS “Joomla!“, und bin mit den Resultaten relativ zufrieden. Problematisch ist allerdings, dass die Funktion, welche in Joomla aus Spaghetti-URLs wie

/index.php?option=com_content&task=category&sectionid=1&id=27&Itemid=56

elegantere und angeblich suchmaschinenfreundlichere Adressen á la “/content/view/13/77/” macht, das Apache-Modul “mod_rewrite” voraussetzt, welches in manchen Umgebungen (Hoster wie Strato, Speicherhosting, …) nicht gegeben ist.

Die Lösung des Problems findet sich in der Datei $JOOMLA/includes/sef.php. Sobald man Zeile 516 zu

return $mosConfig_live_site .'/index/'. $string . $fragment;

abändert, und unter “Global Configuration” -> “SEO” die suchmaschinenfreundlichen URLs aktiviert, funktioniert alles wie gewünscht, auch ohne .htaccess und mod_rewrite.

In anderen Umgebungen als einem Apache könnte es übrigens erforderlich sein, statt “/index/” “/index.php/” einzusetzen…



Sicher in fremden Netzen surfen

Wer häufig in fremden Netzen unterwegs ist (egal ob Wlan oder nichtgeroutetes, kabelgebundenes Netzwerk) läuft eigentlich immer in Gefahr, belauscht zu werden, und sensible Daten wie Passwörter, etc. zu verlieren. Es gibt einige Ansätze, dieser Gefahr zu entgehen (VPN zB.), keine ist jedoch so elegant wie diese bei Apfelquak.de beschriebene Methode.

Grundsätzlich baut dieser Weg auf dem Kommandozeilentool “ssh” auf. Ssh bietet nämlich die Möglichkeit, sich mit einem entfernten Rechner zu verbinden, aber gleichzeitig auf dem lokalen Rechner einen SOCKS-Proxy zu starten, und den auf diesem SOCKS-Proxy ankommenden Traffic über die ssh-Verbindung sicher auf den anderen Rechner weiterzuleiten, von wo er ans Ziel geschickt wird (langer Satz, ich weiss^^). Wie auch immer, dies mag kompliziert klingen, ist in der Praxis allerdings sehr einfach umzusetzen.



Einfache Probleme erfordern einfache Lösungen

Gegen die Werbeflut, die mir auf jeder zweiten Webseite entgegenflickert und mich auf Dauer zum sicheren Augenkrebs führen wird, gibt es ein ebenso einfach wie effektives Mittel; für mich hat es genügt, folgendes zur /etc/hosts hinzuzufügen:

0.0.0.0 adfarm1.adition.com
0.0.0.0 zbox.zanox.com
0.0.0.0 pagead2.googlesyndication.com
0.0.0.0 layer-ads.de
0.0.0.0 ad.doubleclick.net
0.0.0.0 stats.reinvigorate.net
0.0.0.0 img.metalflirt.de
0.0.0.0 cdn.fastclick.net
0.0.0.0 rc.de.adlink.net
0.0.0.0 ad.de.doubleclick.net
0.0.0.0 adserv.quality-channel.de

Eine kleine Erklärung zu diesem Hack: Die /etc/hosts ist eine Textdatei, die unter Unix-Systemen verwendet wird, um Hostnamen zu statischen IP-Adressen aufzulösen; streng genommen ist dies obsolet und ein Relikt aus den Zeiten, in denen es noch keine DNS-Server gab. Bei der von mir geschilderten Lösung werden die Server, von denen Werbungen nachgeladen werden, einfach geblockt, indem der Hostname mit der Adresse 0.0.0.0 verbunden wird.

Eine andere Lösung kam für mich nicht in Frage; für SAFT habe ich die 12$ nicht übrig, Privoxy ist mir zu kompliziert, und Firefox in Kombination mit AdBlock erst recht nicht, da Firefox auf dem Mac ziemlich suckt. Weiterhin kann ich sicher sein, dass auf diese Weise keine erwünschten Inhalte von übereifrigen Werbeblockern verschluckt werden.

Wer übrigens nicht weiss, wie man so eine Textdatei editiert, soll mich ruhig anschreiben.



Packet Garden

Mal wieder so eine herrliche Visualisierungsgeschichte wie hier, quasi genau nach meinem Geschmack. Packet Garden zeichnet eine dreidimensionale Welt aus Netzwerkdaten, und wo immer eine Verbindung erstellt wird, wächst ein Pflänzchen.

Die Software baut anscheinend auf Python und Soya3D auf, wenn ich dazu komme, werde ich probieren, sie auf meinem Mac ans Laufen zu kriegen.



Indianer gegen IIS

Ich habe einfach eine unglaubliche Schwäche für Visualisierungen von Daten, so faszinierten mich beispielsweise die Grafiken von Felix Heinen, welcher es schaffte, die Unmengen von Daten aus Netzwerken wie Qype oder Myspace in chaotische, aber dennoch übersichtliche und aufschlussreiche Poster zu verwandeln.

Ein weitaus weniger komplexes, aber dennoch aussagekräftiges Werk habe ich bei Jan-Piet Mens gefunden. In eben dieser Grafik sind die System Calls des Apache Webservers sowie des Microsoft IIS bildlich dargestellt.

Ihr könnt ja mal raten, welche Grafik zum Apatschen und welche zum IIS gehört.



Klavier, Cello, Teslaspule

Was haben alle drei gemeinsam? Richtig, man kann mit ihnen Musik machen.

(via Makezine)



Empfehlung: Der Make Magazine-Podcast

bre
Das “makezine” ist eine Plattform über Basteleien allgemein (im Englischen anscheinend gerne als “hacks” bezeichnet), die ein Blog, ein Verzeichnis von Projekten, einen Podcast und einen Versandhandel bietet.

Als Freund der gepflegten Frickelei habe ich den RSS-Feed des Make-Blogs schon lange abonniert, der Podcast war mir allerdings bis vor kurzem noch gänzlich unbekannt - schade eigentlich, denn der nett gestaltete und von dem geradezu sagenhaft nerdigen Bre Pettis (siehe Photo) moderierte Podcast bietet viel Unterhaltung und Inspiration für eigene Projekte.

Der Podcast befindet sich selbstverständlich im iTunes-Podcast-Verzeichnis, und allgemein möchte ich noch loswerden, dass Projekte wie “make” IMHO zu den wenigen echten Perlen des Netzes gehören.



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