Paradoxe Intervention

Im Moment lese ich “Das Prinzip Summerhill: Fragen und Antworten” von A. S. Neill, dem Pädogogen, welcher stets die persönliche Freiheit von Kindern befürwortet hat.

Völlig abgesehen davon, dass sich das Buch wunderbar liest, und ich selten ein Buch in der Hand hatte, bei welchem ich am liebsten ausnahmslos jede Aussage unterstreichen würde, enthält “Das Prinzip Summerhill” jede Menge interessanter Lösungsansätze pädagogischer Probleme. So schreibt Neill:

Die Hauptsache ist, dass man auf der Seite des Kindes steht, das gilt für Eltern und Lehrer. Öfters habe ich mich beteiligt, wenn ein kleiner Junge Fensterscheiben einwarf, indem ich mit ihm zusammen Steine warf. Es war ein gemeiner Trick von mir, denn ich verdarb ihm seinen Spaß. Er wollte keine Scheiben zerbrechen, er wollte das Gesetz brechen, und da ich sein neuer Schulleiter, für das Gesetz stand, wurde der arme Junge an sich selber irre und stellte natürlich seine Zertrümmerung ein. (S. 60)

Herrlich, oder?

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