(Archiv für Oktober 2008)

Sammelsurium, Teil I

Es wird Zeit, meine kleine Linkschleuder hier zu reanimieren. Hier ein kleines Potpourri an den Geschichten, welche in jüngerer Zeit meine Aufmerksamkeit erregt haben…

  • Die neue Quälwaffe von Raytheon – Ein weiterer Vertreter der “nicht-tödlichen” Waffen. Soll mittels Mikrowellen Menschenmassen auflösen. Lest einfach selbst, ich will gar nicht darüber nachdenken, was passiert, wenn derartige Waffen in die Hände heutiger Regime fallen
  • A Solar Refrigeration System, Carried by Camels – Kamele in afrikanischen Wüsten tragen mittlerweile solarbetriebene Kühlsysteme auf dem Rücken
  • Wie Kniebeugen richtig ausführen? – In jedem Fitnessstudio wird dazu geraten, bei Kniebeugen mit der Langhantel (der ultimativen Killer-Beinübung) die Knie nicht nach vorne zu beugen. Fälschlicherweise
  • TSA tests scanner for car bombs – Vom technischen Standpunkt können Autos mittlerweile vollständig bis ins kleinste Detail durchleuchtet werden. Irgendwo gab es eine wunderschöne Abbildung eines solchen Scans, welche ich aktuell leider nicht finden kann
  • Bundes-Email – Der Bundesschäuble plant, jedem Bundesbürger eine einwandfrei identifizierbare Emailadresse zu verschaffen. Eine Idee mit Potential, dass die Telekom mit im Boot sitzt und die Datensammelwut der Regierung disqualifizieren das ganze
  • Glenn Gould Interviews Glenn Gould about Glenn Gould – Absolut genial. Glenn Gould, der Pianist, welcher stets mit kyphotisch verbogenem Rücken, extrem tief auf seinem selbstkonstruierten Stühlchen am Flügel saß und beim Spielen mit seinem Mitsummen sämtliche Aufnahmetechniker in den Wahnsinn trieb, interviewt sich selbst. Undbedingt lesen!


Telemegaphone

telemegaphone
Verspürt jemand von euch gerade das unbändige Verlangen, seine Botschaften an die Welt in irgendein Norwegisches Tal zu schreien? Ihr habt die Gelegenheit dazu – telefonisch, unter +47 9036 9389.



Hamsterbacke

whz.jpg
Das wars dann wohl – für zumindest zwei meiner Dentes serotini.



Industrial Night Lights

sfdfsdf.jpg
Göttliche Industriefotos von David Sommars. Durchblättern seiner Galerien wärmstens empfohlen.

(© Bild:David Sommars)



Open-Source-Shooter für Mac

Hier nach langem mal wieder etwas originaler, garantiert selbstproduzierter Content…über, wie es der Titel schon erahnen lässt, kostenlose Ego-Shooter für, unter anderem, den Mac.

Eigentlich sind meine Zockertage mit Command & Conquer: Red Alert 2 (von ca. anno 2001) quasi beendet gewesen. Manchmal jedoch verspüre ich dann doch dieses Verlangen, etwas Pixelblut zu vergießen, und werde hier drei Spiele nennen, die dies ermöglichen.

Sauerbraten

Sauerbraten scheint auf der Cube-Engine zu basieren, der Quellcode ist unter der Zlib-License veröffentlich. Insgesamt handelt es sich um einen recht schnellen Shooter, der für taktisches Gehabe nicht viel Zeit lässt. Es geht lediglich um schnelles Zielen und Schiessen, und im Multiplayer-Modus dann doch um ein ganz wenig taktisches Geschick, zumindest bei Modi wie “Capture the flag”. Die mitgelieferten Karten sind nicht das gelbe vom Ei und werden schnell langweilig, vermutlich wegen der schwachen KI der Bots. Von daher würde ich dazu raten, Sauerbraten im Netz zu zocken, es gibt eigentlich um jede Tageszeit ein paar rege frequentierte Server, dabei ist besonders der Modus “Regen Capture” zu empfehlen, eine Erweiterung des Spielmodus “Domination“. Die Auswahl an Waffen ist begrenzt, es stehen eine Pistole, Schrotflinte, Armbrust, Raketenwerfer, Granatwerfer sowie ein Maschinengewehr bereit. Auch Soundtrack, Soundeffekte und Grafik überzeugen, einige Screenshots belegen dies:
screenshot_96727.jpg
screenshot_878348.jpg
screenshot_2128789.jpg

Nexuiz

Nexuiz ist ähnlich wie Sauerbraten, jedoch noch wesentlich schneller, möglicherweise sogar das schnellste Spiel dieser Kategorie. Ein Freund von mir, ein eigentlich begabter Zocker, meinte sogar, er hätte aufgehört, Nexuiz zu spielen, da er nicht immer erster würde…in der Tat gibt es auf den Nexuiz-Servern im Internet einige gradezu beunruhigend gute Spieler. Die Grafik ist ebenfalls durchaus gut (Nexuiz basiert auf der DarkPlaces-Engine, einer Modifikation der Quake-Engine), die Soundeffekte sind allerdings zugegebenermaßen etwas strange, wobei es möglicherweise irgendwo im Netz Mods mit besseren Sounds geben dürfte…wie auch immer. Hier etwas zum gucken:
nexuiz_screenshot_02.jpg
nexuiz_screenshot_04.jpgnexuiz_screenshot_05.jpg

UrbanTerror

UrbanTerror wiederrum fällt in eine völlig andere Kategorie. Hier ist wesentlich mehr denken und schleichen gefragt, es ist eher mit Counterstrike zu vergleichen, auch die Maps sind teilweise schon von dort bekannt. Mir liegt dieses Spiel absolut nicht, aber es gibt anscheinend jede Menge Fans dieses Spiels…Wer mehr dazu lesen möchte, dem sei dieses Review auf linux.com ans Herz gelegt.

Insgesamt wirkt UrbanTerror noch etwas ausgereifter als die anderen Spiele; es gibt dort wesentlich mehr zu können. Im Gegensatz zu Sauerbraten reicht es nicht aus, zwei Abende auf Servern im Internet zu spielen, um am dritten Abend nach jeder Runde unter den ersten Dreien zu sein. UrbanTerror basiert ebenfalls auf der Quake-Engine, und auch hier gibt es wieder einige Screenshots und den obligatorische Link.
shot0005.jpg
shot0006.jpg
shot0011.jpg

Fazit

Ich finde es überraschend, wie ausgereift, stabil und einfach gut die Alternativen zu kommerziellen PC-Spielen sind. Insgesamt gibt das Netz noch wesentlich mehr Spiele dieser Kategorie, wie beispielsweise “Tremulous”, “Warsow” oder “Alien Arena”. Doch dazu später mehr.

(© Bilder: 1-3 Aardappel, 4-6 Nexuiz.com, 7-9 FrozenSand)



Classics in Lego

balken.jpg
Die bekannteren Motive der Weltgeschichte in Lego nachgestellt und fotografiert.

Passend dazu: Bibelstellen in Lego.

(via)



Joomla: Schöne URLs ohne mod_rewrite

Seit einiger Zeit bastele ich mit dem Open Source CMS “Joomla!“, und bin mit den Resultaten relativ zufrieden. Problematisch ist allerdings, dass die Funktion, welche in Joomla aus Spaghetti-URLs wie

/index.php?option=com_content&task=category&sectionid=1&id=27&Itemid=56

elegantere und angeblich suchmaschinenfreundlichere Adressen á la “/content/view/13/77/” macht, das Apache-Modul “mod_rewrite” voraussetzt, welches in manchen Umgebungen (Hoster wie Strato, Speicherhosting, …) nicht gegeben ist.

Die Lösung des Problems findet sich in der Datei $JOOMLA/includes/sef.php. Sobald man Zeile 516 zu

return $mosConfig_live_site .'/index/'. $string . $fragment;

abändert, und unter “Global Configuration” -> “SEO” die suchmaschinenfreundlichen URLs aktiviert, funktioniert alles wie gewünscht, auch ohne .htaccess und mod_rewrite.

In anderen Umgebungen als einem Apache könnte es übrigens erforderlich sein, statt “/index/” “/index.php/” einzusetzen…



« 1 2 3 4 ... 6 »