1000 Gründe warum Strato suckt

Wenn man die Pflege einer Website übernimmt, kann man sich den Webhoster leider nicht aussuchen. Dies klingt nicht weiter schlimm, wenn man allerdings ein “Strato PowerWeb Basic“-Paket (der Name ist schon furchtbar) übernehmen muss, wie in meinem Fall, ist dies quasi das Waterloo des Webmasters.

Ein paar Gründe hierfür:

  • Anscheinend haben es die Strato-Administratoren nicht für nötig befunden, mod_rewrite einzukompilieren. Mod_rewrite gilt als das Schweizer Taschenmesser des Admins und ermöglicht Dinge wie suchmaschinenfreundliche URL und auch sonst jede Menge praktisches Zeug.
  • PHP läuft offensichtlich als CGI-Modul. Dass man aus Sicherheitsgründen PHP nicht direkt als Apache-Modul in den Server einbinden wollte, ist nachvollziehbar. Für dynamische Anwendungen ist CGI allerdings obsolet (hier ist eher FastCGI zu empfehlen), da für jeden Request ein neuer Kindprozess gebildet werden muss, was zulasten der Performance geht.
  • Das Administrations-Frontend bietet zwar PHPMyAdmin, allerdings nur eine kastrierte Version, die es nicht einmal ermöglicht, SQL-Dumps einzuspielen. Wo liegt der Sinn darin?
  • Die Multibyte-String-Funktion ist ebenfalls nicht einkompiliert. Hierfür brauchts nicht mehr als ein –enable-mbstring beim Build…
  • Per FTP lässt sich lediglich auf den Document-Root zugreifen. Sollte ich jetzt Dateien so auf dem Webspace sichern wollen, dass man sie nicht per Webbrowser aufrufen kann, muss ich erst ein Verzeichnis erstellen, und den Zugriff auf dieses Verzeichnis per .htaccess verbieten.
  • Die Zugriffszeiten sind manchmal erbärmlich (subjektiver Eindruck, ich habe – noch – keine Benchmarks erstellt).
  • Als “session.save_path” (Der Ordner in dem PHP die Session-Daten speichert) ist “2;/var/tmp” eingestellt. Was immer die zwei und das Semikolon dort zu suchen haben, ich weiss es nicht, aber dieses Verzeichnis ist nicht beschreibbar. Als Konsequenz durfte ich jedes PHP-Script modifizieren.

All diese hirnrissige Scheisse hat mich locker drei Arbeitstage gekostet. Ach ja, noch ein Aspekt: Das Admin-Frontend bringt den Safari ab und an zum Crashen.

Einen Kommentar hinterlassen...

Hinweis: Die Felder "Name" und "Email" müssen ausgefüllt werden, die Emailadresse wird jedoch nicht angezeigt.