(Archiv für August 2007)

Mobbing-Weblog

Ganz ehrlich: Ich möchte nicht wissen, wie groß der Prozentsatz an Schülern ist, die aus Angst vor ihren Mitschülern mit einem schlechten Gefühl im Bauch oder gar schierer Panik dem Montag entgegenblicken, an dem die Schule wieder beginnt.

Einen Eindruck, was manche Schüler Tag für Tag durchmachen, erhält man im Mobbing-Weblog, und ich muss gestehen, dass mich manche Artikel ernsthaft schockiert haben.

Von meiner Seite nun zur Zivilcourage und zum aktiven Widerstand gegen Mobbing aufzurufen, wäre allerdings illegitim; ich selber muss sagen, in genügend Situation weggeschaut zu haben, anstatt irgendwie zu intervenieren.



Indianer gegen IIS

Ich habe einfach eine unglaubliche Schwäche für Visualisierungen von Daten, so faszinierten mich beispielsweise die Grafiken von Felix Heinen, welcher es schaffte, die Unmengen von Daten aus Netzwerken wie Qype oder Myspace in chaotische, aber dennoch übersichtliche und aufschlussreiche Poster zu verwandeln.

Ein weitaus weniger komplexes, aber dennoch aussagekräftiges Werk habe ich bei Jan-Piet Mens gefunden. In eben dieser Grafik sind die System Calls des Apache Webservers sowie des Microsoft IIS bildlich dargestellt.

Ihr könnt ja mal raten, welche Grafik zum Apatschen und welche zum IIS gehört.



Die Firma – Goldene Zeiten


Als absoluter Fan der HipHop-Gruppe “Die Firma” (seit dem zweiten Album, übrigens…) musste ich selbstverständlich auch das am 3. August erschienene Album “Goldene Zeiten” kaufen.

Ein sei definitiv vorweg zu sagen: Wer denkt, Deutscher HipHop sei generell mit dem niveauniedrigen Genuschel von Gruppierungen á la Aggro Berlin gleichzusetzen, liegt knapp daneben; es gibt noch einige wenige Perlen, wie die Firma beispielsweise, die schon immer den Ruf hat, teilweise auch äußerst intelligente und kritische Texte zu schreiben.

Glücklicherweise ist dies auch bei dem neuen Album der Fall, einige Tracks wie “Glücksprinzip”, “Verlassen” oder “Wenigstens ham wirs versucht” weisen durchaus geistigen Tiefgang sowie lyrische Qualitäten auf, und generell wirkt die Musik einfach reifer als auf den ersten Firma-Alben (laut des Produzenten wurden verstärkt Instrumente live eingespielt, und weniger auf Samples zurückgegriffen…).

Insgesamt ist das Album solide, aber wegen einigen beinah peinlich schwachen Stücken bei weitem nicht perfekt – wer mit deutschem HipHop etwas anzufangen weiss, wird trotzdem auf seine Kosten kommen.



Neuzugang


Einer meiner zahlreichen materiellen Wünsche wurde heute erfüllt; wie sich dem Bild entnehmen lässt, ist der Flügel, den ich kürzlich gekauft habe, heute mittag eingetroffen.

Es handelt sich dabei um einen 1984 gebauten, ca. 160 cm langen Flügel der Firma “Schimmel”; die weitere Geschichte des Instruments ist mir nicht bekannt, er wurde allerdings vor kurzem generalüberholt, und der Preis stimmte einfach.

An dem Instrument schätze ich vor allem den leichten aber präzisen Anschlag (sehr Schimmel-typisch, eben) sowie den im Diskant wirklich wunderbaren Klang, den Klang in Mittellage und Bass hatte ich allerdings zugegebenermaßen besser in Erinnerung; möglicherweise wird ein Klavierstimmer da aber für Besserung sorgen können.

So, ich bin wieder weg, Fingerübungen machen