Russisch Roulette, die Unix-Variante
sudo /bin/bash -c "[ $[ $RANDOM % 6 ] = 0 ] && rm -rf /"
(Achtung, für die Nichteingeweihten: Nie im Leben wirklich diesen Kommandozeilenbefehl ausführen!)
Google doch “evil”
Ich bin kürzlich auf diesen Artikel aus einer Schweizer Zeitung gestoßen, es geht dabei darum, dass der Blog eines Bloggers namens “Benbit” aus dem Suchindex von Google gelöscht wurde.
Das mag unspektakulär klingen, doch wenn man die ganze Geschichte ein wenig weiter denkt, könnte man zu der Erkenntnis gelangen, dass derartiges Verhalten Google’s in Zukunft zu einer Art Zensur ausarten könnte wird. Eine Seite, welche via Google nicht auffindbar ist, wird eben kaum Bekanntheit erlangen, da Google eine Monopolstellung genießt, und kein Mensch einen anderen Suchdienst als “Google” verwendet.
Ich selber nutze die Google-Dienste wie die Suche und Gmail, weil sie einfach hervorragend funktionieren, aber mittlerweile ist mir ganz ehrlich schon ein wenig unheimlich bei der Sache.
Neue Mitbewohner

Quasi pünktlich zum Osterfest haben wir neue Mitbewohner bekommen, genauer gesagt, Amseln. Die Küken sind bereits geschlüpft, wie sich dem Bild entnehmen lässt, weiterhin ist anzumerken, dass es sich bei den Vögeln um besonders ausgeprägte Chiller zu handeln scheint, die sich bis jetzt weder von dem Rasenmähen, noch von dem Kärchern der Gartenterasse vertreiben lassen haben.
Informatik & das Zentralabi
Es ist beschlossene Sache, dass auch ich 2009 mit dem Zentralabitur bestraft werden werde. Zentralabitur, für die Nichteingeweihten, bedeutet, dass eine zentrale Abschlussprüfung von Bildungsministerium des betreffenden Bundeslandes gestellt wird, und nicht mehr von den zuständigen Lehrern.
Exakt dieses Jahr wurde dem ersten Jahrgang dieses Zentralabitur gestellt, was sich das Lokalblatt “Kölner Stadt-Anzeiger” zum Anlass genommen hat, in einer Serie einige der Aufgabenstellungen abzudrucken. Und exakt hier wird es interessant, denn die Aufgabe in Informatik bestand dieses Jahr darin, einen Routenplaner in der absolut unsäglichen Programmiersprache “Delphi” zu implementieren. Die Aufgabe wird sich in den nächsten Jahren ändern, die zu verwendende Programmiersprache aber auf keinen Fall.
Sicherlich ist die Aufgabenstellung unter informatischen Aspekten betrachtet interessant, und einigermaßen anspruchsvoll, aber die Vorgabe, dieses Programm in Delphi schreiben zu müssen, ist mindestens unglücklich. Ich werde in einigen Punkten erläutern, warum.
- Delphi ist vollkommen an Windows gebunden, da es auf dem Win-API aufbaut, d.h. Benutzer fortschrittlicher Betriebssysteme wie Unix, Mac OS X* oder Linux kommen hier zu kurz. Nein, die Delphi-Alternative “Kylix” stellt hier kein Gegenargument dar, da sie seit langem nicht mehr gepflegt wird. Desweiteren würde die Verwendung einer plattformübergreifenden Programmiersprache/Scriptsprache noch nicht einmal bedeuten, dass man sich auf Kommandozeilenprogramme beschränken müsste, da Applikationen, welche auf Java/Swing, C++/QT, C++/GTK, Python/pyGTK,…, aufbauen auf allen “großen” Plattformen unfallfrei kompilieren/laufen.
- Delphi ist tot, und hier kommt es auch zu einer Definitionsfrage des Begriffs “Schule”. Zweifelsohne ist es Zweck der Schule, dem Schüler Dinge beizubringen, von denen er in seinem Berufsleben profitieren kann. Nur ist Delphi im produktiven Umfeld anscheinend äußerst unpopulär, wer sich davon überzeugen will, brauch sich lediglich das Stellenangebot des IT-Bereiches ansehen. Enorm selten werden hier Kenntnisse in Delphi vorausgesetzt, häufiger ist von Java, C++, C#, C, Python oder gar Perl/PHP die Rede. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet wäre es sogar besser, eine andere Windows-proprietäre Geschichte wie C# oder Visual C++ zu verwenden.
- Die Informatik besteht bekanntlich nicht auschließlich aus dem Programmieren. Von daher wäre es sinnvoller, eine hardwarenähere Sprache wie C zu verwenden, da diese mindestens grundlegende Kenntnisse der theoretischen Informatik, wie Pointer, Stack, etc. vorraussetzen.
- Delphi ist keine freie Software, im Gegensatz zu Sprachen wie C, C++ oder Java, wo mehrere Compiler frei verfügbar sind. Auch die Interpreter für die gängigen Scriptsprachen Perl, Ruby und Python stehen unter freien Lizenzen.
Mir graut schon davor, mich dieses und das 12. Schuljahr mit Delphi herumärgern zu müssen.
* Bitte hier keine Klugscheisserei, ich weiss, dass Mac OS X zur Schnittmenge der Unixe gehört.
Die schönsten Aprilscherze 2007
Zu Erwähnen sei hier definitiv:
- Tagesschau-Melodie wird nicht mehr live eingespielt
- Der Steckdosentester
- Ein Font mit Sprachintelligenz, der automatisch Umlaute und satzstrukturierende Mittel herausfiltert. Ich muss zugeben, den Artikel einen Moment lang für bare Münze genommen zu haben
- Die Steuererklärungssoftware “Elster” enthält bereits den “Bundestrojaner”